Heading North #2

Okay, der zweite Blogbeitrag hat jetzt tatsächlich länger gedauert als gedacht, aber da bin ich mit frischen Infos für euch! Wir haben so gut wie alles, bis auf einen Mietwagen. Die Flüge sind ja schon länger durch, die beiden Hotels in Bodø für den ersten und letzten Tag sind auch schon seit ein paar Wochen save – aber jetzt haben wir auch alle Airbnbs! In diesem Beitrag nehme ich euch einfach mal mit und zeige euch, was wir so gebucht haben und was ich mir an weiterer Ausrüstung angelacht habe.

Starten wir aber mit einer anderen Info vorab. Wir sind jetzt zu viert! Es haben sich tatsächlich noch zwei weitere wagemutige Abenteurer gefunden. Ich habe dadurch jetzt ein männliches Model für die raue, martialische Stimmung und ein zweites Mädel, um noch ein bisschen Abwechslung in die Bilder zu bekommen. Grund zu feiern oder!? Jap, aber ich muss da noch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Die Reise ist ja in erster Linie ein Job. Zwar ein Job, den ich genau so als Reise immer schon wollte, aber eben ein Job. Da war sehr schnell klar, dass wir am besten zu viert sein sollten – allein schon wegen der Model-Geschichte. Jetzt haben wir uns aber schon mit dem Gedanken abfinden müssen, dass es wohl auf uns zwei hinausläuft, weil alle, mit denen wir ursprünglich geplant hatten, doch absagen mussten. Das führt nach erster Panik zu einem doch sehr gemütlichen und romantischen Gedanken für den Trip. Nachdem man sich mit so etwas angefreundet hat, trifft es einen dann komischerweise doch erstmal wie ein Schlag, wenn man die Früchte, die man eigentlich die ganze Zeit wollte, dann doch ernten darf. Man hat sich dieses „Wir sind ein Team – wir ziehen das zusammen durch“ ja auch irgendwo schön geredet… Da hat es ein, zwei Tage gedauert, bis ich mich so richtig über die eigentlich bessere Situation freuen konnte. Jetzt bin ich dafür aber wieder 100% auf dem Dampfer! Wir haben dadurch richtig, richtig, richtig schöne Airbnbs buchen können, sparen bares Geld und haben Freunde dabei, die mir bei meinem Job ordentlich helfen werden. Mehr Win-Win geht nicht!

Aber kommen wir zu den interessanten Dingen! Wo zu Teufel schlafen wir jetzt!? Ich pack euch mal ein paar Links zusammen.

Unterkünfte

Wir fliegen ja von München, über Oslo nach Bodø. Da wir dort erst gegen 19 Uhr ankommen, die Fähre aber nur einmal am Tag (nämlich um 16:30 Uhr) fährt, müssen wir die erste Nacht in der kleinen Hafenstadt verbringen. Unser erstes Hotel ist das

Scandic Havet in Bodø

Ich freue mich ehrlich gesagt riesig auf dieses 4-Sterne Hotel mitten am Hafen mit grandioser Aussicht. Das Frühstück soll exzellent sein und da die Fährt ja sowieso erst am Nachmittag geht, können wir das auch ausgiebig genießen!

Unsere nächste Unterkunft ist dann auch gleichzeitig unser erstes Airbnb und die erste Basis auf den Lofoten. Ein unfassbarer Glückstreffer! Wir haben mitten in Hamnøy eine ganze Hütte nur für uns. 6 Schlafzimmer, richtig schöne Einrichtung und das Allerbeste: Wir sind genau am Place To Be. Wir sind genau da, wo wir für die aussagekräftigsten Lofoten-Bilder sein müssen! Ich könnte quasi aus dem Fenster fotografieren, aber seht selbst:

Apartment in Hamnøy

Hier sind wir dann zwei Nächte, bevor es auf die nächste Insel weiter geht. Ich nenne sie einfach mal Insel 2, bzw. die mittlere Insel. Auf der mittleren Insel sind wir am längsten. Das ist auch der zentralste Spot, von hier aus können wir im Notfall auch noch einmal komplett zurück fahren, so ziemlich alles ist ab hier maximal zwei Stunden entfernt. Wir haben auf dieser Insel auch mit dem Ort Leknes das erste Mal die Möglichkeit, in einem größeren Supermarkt einzukaufen. Wir befinden uns aber in Sennesvik, gerade mal 12 Minuten von Leknes und haben dort einen Teil einer Hütte, die quasi nicht nur am Meer steht, sondern eher ins Meer auf Stelzen gebaut ist. Diese Hütte war für mich ein „must have“. Besser geht es eigentlich nicht. Die Terrasse geht direkt aufs Meer und vor uns bäumt sich ein Archipel aus kleinen Felsen und Inseln auf. Falls irgendwann mitten in der Nacht Nordlichter auftauchen, muss ich also nicht erst aus der Stadt rausfahren und hoffen, einen guten Spot zu finden, nein, ich stell mich einfach auf die Terrasse und hab die Aussicht meines Lebens! Hier bitte:

Apartment bei Sennesvik

Wenn das nicht nice ist, dann weiß ich auch nicht. Gut, es ist das „kleinste“ von allen, aber wir werden unsere Ruhe haben, da die restlichen Wohnungen im Haus erst ab April genutzt werden. Hier sind wir 4 Nächte. Auf zum letzten Airbnb!

Wer von euch schon nach Bildern von den Lofoten gesucht hat, der wird an einem Fußballfeld mitten auf einer steinigen Insel nicht vorbei gekommen sein. Genau da werden wir residieren! Mitten in Henningsvær. Die Stadt ist eigentlich ein kleines Archipel aus Felsen und Brücken, aber beeindruckender geht es auch fast nicht. Damit sind wir auf der dritten Insel angekommen!  Ihr müsst Henningsvær wirklich einfach mal googeln, das ist einfach nur gut! Zwei Nächte bleiben wir dort, bevor wir zurück nach Bodø müssen, aber erstmal die Unterkunft:

Penthouse in Henningsvær

Ohne zu viert zu sein, hätten diese Unterkünfte nie geklappt. Wir hatten zwar auch schöne Hütten für zwei Personen, aber wirklich vergleichen kann man sie mit diesen Unterkünften nicht. Da bin ich schon wirklich sehr glücklich darüber! Pro Person zahlen wir für die Airbnbs übrigens nur 317 Euro. Ich hoffe, alle die das lesen und abgesagt haben, beißen sich jetzt in den Allerwertesten 😀 … aber ich hatte selbst nicht mit so schönen und gut gelegenen Behausungen gerechnet.

Okay, letzte Anlaufstelle vor der Heimreise. Die letzte Nacht in Bodø. Hier sind wir wieder in einem 4-Sterne Hochhaus, dem

Radisson Blu Hotel Bodø

ein letztes Mal Luxus, bevor es wieder zurück geht. Übrigens haben wir uns da nichts außergewöhnliches gegönnt, es war einfach nur das günstigste (wenn man Hostels außer Acht lässt), was in Bodø zu haben war. Die Übernachtungen kosten hier ca. 80 Euro. Ich denke damit habt ihr einen recht guten Eindruck von der Reise – wechseln wir also das Thema!

Ausrüstung

Ich habe mir doch tatsächlich, zu meiner eigenen Verwunderung, noch ein neues Objektiv bestellt. Eigentlich dachte ich mit dem Kauf im letzten Jahr: „Das wars! Du hast alles, spar dein Geld.“ Aber es kommt eben immer anders, als man denkt. Ich hab das Objektiv recht zufällig, beim Stöbern entdeckt. Es ist ein Weitwinkel für die Z-Serie und bietet ein paar Vorteile, die irgendwie ausgereicht haben meinen Geldbeutel zu öffnen. Es ist erstmal eine 14-30 mm Linse. Bisher ging mein Weitwinkel bis 16 mm runter. Die 14 lassen mich also noch einmal ein bisschen mehr aufs Bild bannen, was ich in Anbetracht der Landschaft unbedingt möchte. Der zweite Vorteil aber ist: Es ist richtig klein. Ich brauche keinen Adapter dafür, kann mir das nervige Zerlegen sparen und hab weniger Gewicht und Packmaß im Rucksack. Dazu steigert sich die Qualität auch marginal, aber das wäre jetzt kein triftiger Grund um 1150 Euro auszugeben.. und so verrückt wie das klingt, um die 1000 Euro ist für ein gutes Objektiv fast schon günstig. Ich hab das zur Aktion für 950 bekommen!

NIKKOR Z 14-30 mm 1: 4 S

Mein Hauptargument, um mich selbst zu überreden war aber – falls ich mir das echt kaufen will, dann macht das nur VOR Norwegen Sinn. Damit hatte ich mich dann auch. Aber schaut, was das kleine Ding so leistet!


Ich bin jetzt schon begeistert!

Für Norwegen ist aber auch noch etwas ganz anderes wichtig. Filter! Man möchte das raue Klima ja doch etwas bändigen und ab und an die stürmische See verschwimmen lassen oder den Wolkenbändern beim Ziehen zusehen können. Mich hat eine Freundin dabei auf Berlin Optix gebracht und was soll ich sagen? Alles was ich an Filtern brauche habe ich mir jetzt von denen bestellt. Ich hatte auch kurz nachgedacht, mir Filterscheiben zu kaufen um so hardcore professionell zu sein, aber da greift man dann auch eher nach 600-1000 Euro… und das war beim aller, aller besten Willen nicht mehr drin. Deshalb mussten hier Qualität und Preis einen Mittelweg finden und ich bin mit meiner Wahl echt zufrieden, zumal ich durch den Kontakt auch wieder eine kleine Win-Win Situation erreichen konnte. Ihr werdet also ein paar Testberichte über die Filter auf den Lofoten mitbekommen, da bin ich persönlich schon sehr gespannt drauf! Bisher hatte ich eigentlich kaum schlechte Erfahrungen mit Ringfiltern, ich verlinke euch aber mal schnell die Produkte!

Berlin Optix Premium ND Filter 82 mm

Berlin Optix Variabler Premium CPL Pol Filter 82mm

Berlin Optix Variabler ND Filter 82 mm

Berlin Optix Premium UV Filter 82mm

Achja, ein weiterer Grund für die Linse war auch, dass jetzt beide Objektive, die ich dabei haben werde, 82 mm Durchmesser haben. Das heißt keine zwei Paar Filter verstauen! Platztechnisch auf jeden Fall ein Vorteil.

Ich würde euch jetzt ja gern noch mehr erzählen, aber der Beitrag wird sonst zu lange und ein bisschen Sonntag gönn ich mir jetzt auch noch. Ich hoff ihr habt ein schönes Wochenende! Stay tuned!

Achja… wenn Wolkenbänder ziehen sieht das übrigens ungefähr so aus:

 

Euer Marco / Blickwinkel

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